Essen und das Ruhrgebiet
Arbeiten in Bochum, Leben in Essen, ins Theater in Oberhausen, zum Konzert in Dortmund – Die über 5 Millionen Einwohner nutzen das Ruhrgebiet im Ganzen. Sie setzen ihr „Revier“ täglich als eine Stadt zusammen und ENTDECKEN seine Vielseitigkeit immer wieder neu. Damit unterscheidet sich das Ruhrgebiet von traditionell gewachsenen Städten. Die Region ist vielmehr ein dezentraler urbaner Großraum der ständig in Bewegung bleibt – mit zahlreichen Zentren und Peripherien.
Der Ursprung der engen Verbundenheit im Ruhrgebiet liegt in der gemeinsamen industriellen Vergangenheit. In nur 150 Jahren ist der Bereich zwischen Ruhr, Emscher und Lippe zu einem riesigen Industrieareal zusammengewachsen. Die Schwerindustrie hat die Region extrem geformt. Noch heute prägt sie ihr Gesicht – als kulturelles Erbe. Dieses kulturelle Erbe wird von den Menschen bewahrt und verleiht dem Ruhrgebiet seinen besonderen Reiz.
In der Montanindustrie liegen auch die Wurzeln der heutigen multikulturellen Identität des Ruhrreviers: Arbeitsmigranten aus allen europäischen Ländern haben sich hier angesiedelt und das Ruhrgebiet zu einem Europa im Kleinen gemacht, dass seine Internationalität pflegt. (zitiert aus: Essen für das Ruhrgebiet: Kulturhauptstadt Europas 2010 )