Alte Synagoge
Am Rand der Innenstadt steht ein mächtiges Bauwerk aus Muschelkalkquadern. Darüber spannt sich eine imposante kupferne Kuppel, die an eine jüdische Kippa erinnert. Die Alte Synagoge, die 1913 eröffnet wurde, ist – wie fast alle jüdischen Gotteshäuser – in der Reichspogromnacht 1938 in Brand gesetzt und im Inneren weitestgehend zerstört worden. 1959 erwarb die Stadt das ehemalige Gotteshaus. Im Zuge des Wiederaufbaus wurden sämtliche Mosaike überstrichen, der Thoraschrein abgerissen und die Kuppel, unter der einst 1.400 Menschen Platz gefunden hatten, abgehängt. Bis 1979 war in dem sachlichen Gebäude Industriedesign ausgestellt. Als Teile der Ausstellung in Brand gerieten, wurde das Haus erneut restauriert und das ursprüngliche Raumgefüge unter Verzicht auf Details wiederhergestellt. Seit 1988 dient die Alte Synagoge als Gedenkstätte, politisch-historisches Dokumentationsforum und kulturelles Begegnungszentrum.
Steeler Straße 29, 45127 Essen-StadtmitteTelefon +49 / (0) 201 / 88 45 218
www.alte-synagoge-essen.de
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, Eintritt frei
Führungen durch die Dauerausstellung und Spaziergänge durch die Alte Synagoge auf Anfrage.